Mittwoch, 7. Januar 2015

Die Grenzen meiner Denkungsart bedeuten die Grenzen meiner Welt (*)

Ist es wirklich verwunderlich, daß in einer Welt, in der alles menschliche Denken unter dem Vorbehalt des "Satzes vom ausgeschlossenen Dritten" steht, es am Ende nur noch "an" oder "aus" gibt?
  • "0" oder "1"
  •  "leave" oder "remain"
  • "schwarz" oder "weiß"
  • "ja" oder "nein"
  • "drinnen" oder "draußen"
  • "ost" oder "west" 
  • "gut" oder "böse"
  • "dumm" oder "schlau"
  • "arm" oder "reich"
  • "gesund" oder "krank"
  • "feiger Terror" oder "tapferer Drohnenmord"
  • "frei" oder "unfrei"
  • "faul" oder "fleißig" 
  • "gläubig" oder "ungläubig"
  • "Freund" oder "Feind" 
  • "Himmel" oder "Hölle"
  • "Unterdrückte" oder "Unterdrücker"
  • "Wir" oder "Ihr"
  • "Krieg" oder "Frieden"
  • "Leben" oder "Tod"
  • ...
  • "entweder - oder"
  • "alternativlos"

tertium non datur ...




*) Die Überschrift ist eine Variation von Ludwig Wittgenseins „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“. (Tractatus 5.6)