Diskussion

→ s.a.: Diskussion [update]

[→] Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt
Der Psychologe Michal Kosinski hat eine Methode entwickelt, um Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook minutiös zu analysieren. Und verhalf so Donald Trump mit zum Sieg. ...
Mikael Krogerus und Hannes Grassegger, Das Magazin N°48 – 3. Dezember 2016

[→] Das Terrorspiel der Clowns
Eine der berüchtigsten Kunstfiguren der Kulturindustrie erwacht im gegenwärtigen Clownwahn zum Leben
Es lohnt sich, mit den Waren zu beschäftigen, die die spätkapitalistische Kulturindustrie fabriziert. Natürlich nicht ihres konkreten "Unterhaltungswerts" wegen, ... Die Auseinandersetzung mit den Mainstream-Produkten der Medienindustrie lohnt deswegen, weil diese unbewusst, im Subtext auf das "kollektive Unterbewusste" der Gesellschaft verweisen, in der sie hergestellt werden. Sie verweisen auf das, was in der Gesellschaft vor sich geht, aber aufgrund der dominanten Ideologie, des gegebenen Sachzwangsregimes nicht öffentlich artikuliert und debattiert wird. Kulturindustrie hat schon immer eine Art umgekehrter Psychoanalyse praktiziert, bei der öffentlich tabuisierte Widersprüche, Prozesse oder Ereignisse ins Unbewusst-Symbolische verdrängt und zumeist personifiziert wurden.
Es gilt also, diesen unbewusst in die Produkte der Kulturindustrie eingewobenen Subtext freizulegen, zu dechiffrieren, um Einsichten in all die irrationalen Verheerungen des Massenbewusstseins zu erhalten, die von der herrschenden neoliberalen Ideologie mit dem Bannfluch belegt sind. Das, was die spätkapitalistische Gesellschaft von sich selbst nicht wissen will, kommt so zu Vorschein. ...
Tomasz Konicz, telepolis.de, 27.10.2016


[→] Die GDL streikt für uns alle!
Streiks sind der minimal notwendige Protest gegen die maximalen Zumutungen der Lohnarbeit
"Wir streiken / Maschinen Stopp / Streik bis zum Sieg / Wir werden kämpfen / und uns gehört die Fabrik!" Diese Zeilen gab die Musikband Ton Steine Scherben den protestierenden Menschen 1970 mit auf den Weg. Dagegen sind die jüngsten Streiks bei der Bahn ein Ponyhof. Denn an der Eigentumsfrage rüttelt heute keine Gewerkschaft mehr. Die Streikenden kämpfen zwar völlig zu Recht, aber zunächst nur für ihre Existenzberechtigung als Lohnarbeiter. Die GDL fordert ja nicht, die Deutsche Bahn zu einem genossenschaftlichen oder kollektiven Betrieb in Mitarbeiterhand zu transformieren. Die GDL fordert lediglich fünf Prozent mehr Lohn und eine einstündige Reduzierung der Arbeitszeit auf 38 Stunden pro Woche. ...
Patrick Spät, telepolis.de, 05.05.2015


[→] "Das Rechtsstaatsprinzip bröckelt gewaltig". Reinhard Jellen spricht mit Jürgen Roth über dubiose Justiz- und Staatspraktiken in Deutschland: In seinem Buch Spinnennetz der Macht beschreibt Jürgen Roth Deutschland als ein Land, das immer mehr in die Fänge einer skrupellosen Machtelite gerät, welche die staatlichen Apparate für ihre eigenen Zwecke einspannt. Ein Gespräch mit einem der letzten Recken des investigativen Journalismus.
telepolis.de, 08.04.2013

[→] Eine neue Form prekarisierter Arbeitnehmer. Die erste umfassende Studie zur Situation von studentischen Hilfskräften und Mitarbeitern entdeckt neue Lerntypen für den Arbeitsmarkt der Zukunft. Ein Gespräch mit Autor Christian Schneickert: Rund 400.000 studentische Hilfskräfte und Mitarbeiter sind an deutschen Hochschulen beschäftigt und übernehmen hier wichtige Aufgaben in unterschiedlichsten Bereichen. Des Geldes wegen, versteht sich, aber sicher auch, um die eigene (wissenschaftliche) Karriere von Beginn an in die richtigen Bahnen zu lenken. Dass dieser Plan aufgeht, darf nach einer aktuellen Analyse bezweifelt werden. ...
telepolis.de,  20.03.2013


[→] Die Geldelite verselbständigt sich. Der Soziologe Hans-Jürgen Krysmanski über die Reichen und Mächtigen dieser Welt.
telepolis.de, 04.11.2012

[→] AZ.NET Frühkritik : Parkett oder Laminat?  ·  Die Deutschen werden immer reicher - allerdings nur in den oberen Einkommensschichten. Anne Will diskutierte daher die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg. Sie ist gut begründet, wie sich zeigen sollte. ...
faz.net, 20.09.2012

[→] Weltweit werden Vermögen in Höhe von 16,7 Billionen Euro in Steueroasen gebunkert. Britisches Tax Justice Network: die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen ist größer als bisher angenommen, Staatsschulden könnten mit Schließung von Gesetzeslücken erheblich abgebaut werden ...
Telepolis, 22.07.2012

[→] Krise des Kapitalismus, von Tomasz Konicz, Telepolis
1. Ist es schon zu spät? Kann ein katastrophaler Zusammenbruch der Eurozone noch abgewendet werden - und was müsste dahingehend unternommen werden? 15.06.2012
2. Wer ist schuld am Krisenausbruch? Niemand trägt die Schuld an der Krise. 26.06.2012
3. Europa als Krisenzentrum. In der am Abgrund taumelnden Eurozone spiegeln sich die systemischen Widersprüche des kollabierenden kapitalistischen Weltsystems. 05.07.2012
4. Demokratie in der Krise. Die derzeitige Krisis enthüllt den ambivalenten Charakter bürgerlicher Demokratie. 16.07.2012
5. Die extremistische Gesellschaft. In der gegenwärtigen Systemkrise gelangt der barbarische Kern kapitalistischer Vergesellschaftung zur vollen Entfaltung. 31.07.2012
6. Die äußere Schranke des Kapitals. Wie die Endlichkeit unserer Welt dem kapitalistischen Wachstumszwang unüberwindbare Grenzen setzt. 28.08.2012
7. Krise global. Ein Überblick über die krisenbedingten globalen Abhängigkeiten und Ungleichgewichte. 21.09.2012

[→] Der Anarchist und die Schulden : David Graeber ruft zum Ablassjahr auf.
Seine Abhandlung über die jahrtausendalte Geschichte der Kredite ist das wichtigste Buch des Jahres. Der Anthropologe David Graeber stellt den historischen Zusammenhang zwischen erdrückenden Schulden und Revolten her und erinnert an ein wirksames Mittel dagegen: Den Schuldenerlass. Eine Begegnung mit dem Mann der Stunde. ...
n-tv, 29. Mai 2012  
→ s.a.: Interview mit David Graeber: "Kapitalismus loswerden". n-tv, 01. Juni 2012 (Mit seinen Appellen für einen weltweit Schuldenerlass sorgt der Anthropologe und "Occupy"-Aktivist David Graeber für lebhafte Diskussionen - auch unter den n-tv.de-Lesern. Von "Solchen Unsinn liest man selten" bis hin zu "Alles genau richtig", lauten die Kommentare zu "David Graeber ruft zum Ablassjahr auf". Auf vielfachen Wunsch hier das Interview mit David Graeber im Wortlaut.)
→ s.a.: "Das europäische Haus brennt" : Fischers dramatischer Appell.
Mit drastischen Worten drängt Ex-Außenminister Joschka Fischer die Eurozone zum Handeln. Er fordert von Kanzlerin Merkel eine Abkehr von der Sparpolitik, um zu verhindern, dass aus der Krise eine Depression wird. Austerität sei das falsche Mittel: "Europa löscht mit Kerosin statt mit Wasser." Die Lösung sieht der Grüne in weiteren Integrationsschritten Europas. ...
n-tv, 04. Juni 2012 

[→] Wer oder was verbirgt sich (möglicherweise) wirklich hinter der derzeitigen Urheberrechtsdebatte? : Was die Autoren umtreibt.
Geringgeschätzte Künstler und die Verteidigung der Kultur gegen „Geiz und Gier“: Wissen die Unterzeichner des Urheber-Aufrufs wirklich, was sie da unterschrieben haben?
Juli Zeh und Ilija Trojanow, faz.net, 04.06.2012 

[→] "Die Weltwirtschaftskrise ist eine Krise der Urbanisierung". US-Ökonom David Harvey über die Geschichte des Kapitalismus als eine Abfolge von Immobilienblasen, das merkwürdige Weiterleben des Neoliberalismus und die Stadt als Ausgangspunkt für eine neue Bewegung.
"Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise ist eine Krise der Städte", sagt der amerikanische Geograph und Ökonom David Harvey. Überall auf der Welt seien es die städtischen Unterschichten, die am meisten unter Sozialabbau, steigenden Mieten und Verdrängung litten. Gleichzeitig sieht er in neuen urbanen Bewegungen, zum Beispiel in Lateinamerika, den stärksten Gegner des Neoliberalismus. Aber der Zusammenhang zwischen Stadt und Krise geht darüber hinaus: Eine fortschreitende Urbanisierung war seiner Meinung nach eine der Voraussetzungen dafür, dass der Kapitalismus bisher seine Krisen überwinden konnte - ein Prozess, der nun ins Stocken gerät ...
telepolis, 25.05.2012 

[→] "Die Reichen sind die wahren Sozialschmarotzer". Reinhard Jellen spricht mit Kathrin Hartmann über Hartz IV, Super-Gentrifizierung und die Politik der Tafeln.
Die zunehmende Rücknahme der zivilisatorischen Elemente in der ausgereiften bürgerlichen Gesellschaft schildert Kathrin Hartmann in ihrem Buch "Wir müssen leider draussen bleiben". ...
telepolis, 02.05.2012 


[→] Oligarchie der Finanz : Der Krieg der Banken gegen das Volk.
Es gibt einen Weg, wie der Euro gerettet werden kann: Man muss nur der Europäischen Zentralbank erlauben, das zu tun, wofür Notenbanken gegründet worden sind: Geld drucken.
Michael Hudson, faz.net, 03.12.2011

[→] Eurokrise : Und vergib uns unsere Schulden.
Jeder Umsturz, jede Revolution beginnt mit Schulden, welche die Gesellschaft nicht mehr bezahlen kann. David Graebers großes Buch „Debt“ zeigt uns, wo wir heute stehen. Eine Befreiung.
Frank Schirrmacher, faz.net, 13.11.2011

[→] Frank Schirrmacher: Demokratie ist Ramsch. Wer das Volk fragt, wird zur Bedrohung Europas. Das ist die Botschaft der Märkte und seit vierundzwanzig Stunden auch der Politik. Wir erleben den Kurssturz des Republikanischen. ...
faz.net, 01. November 2011

[→] Lorenz Jäger: Adieu, Kameraden, ich bin Gutmensch.
Nicht mehr unter Rechten: Der Konservativismus hat sich selbst verraten. Er ist zu einer Ideologie der Großindustrie und der Kriegsverkäufer geworden.
faz.net, 13. Oktober 2011 
→ s.a. den Nachruf von Lorenz Jäger zum Tode Ralf Dahrendorfs: "Ein Mann von unendlichem Vertrauen".
"Die Frage, die sich heute stellt, nach seinem Tod, lautet aber, ob wir dieses Vertrauen noch teilen können. Und ob wir nicht schon längst in eine Konfliktepoche eingetreten sind, für die Dahrendorfs Theorie nicht angelegt war, nicht angelegt sein konnte. Wir leben in einem Gemeinwesen, in dem inzwischen Akteure mitspielen, auf deren zivilisierenden Beitrag wir nicht mehr unbedingt hoffen können." ....
faz.net, 18.06.2009

[→] Stefan Homburg: "Der Euro wird zusammenbrechen". Früher gab es in Deutschland die geräuschlose Kriegsfinanzierung durch die Notenpresse, heute die geräuschlose Friedensfinanzierung, die Milliarden in die Finanzindustrie umlenkt ...  Würden Parallelen zur Geschichte gezogen, sei klar, dass der Euro ein böse Ende nehmen werde. ...
SZ: Gibt es gar keine Hoffnung? Homburg: Hoffnung haben diejenigen, die nichts besitzen, denn ihnen kann auch nichts genommen werden. Hoffnung haben auch jene ehrenwerten Mitglieder der Finanzindustrie, die jetzt noch ein oder zwei Jahre mit Steuerzahlers Hilfe Kasse machen, um sich dann mit dem eigenen Flugzeug auf die eigene Insel zu verabschieden und aus der Ferne zuzusehen, wie die übrigen hier klarkommen. Hoffnung hat schließlich, wer zu einer buddhistischen Lebensweise findet und materiellen Werten ganz entsagt. Für die anderen sehe ich schwarz. ...
sueddeutsche.de, 29.09.2011

[→] Stephan Schulmeister: Die Lernschwäche der Ökonomen,
Wie kann die Schuldenkrise bewältigt werden? Die Soziologen Jens Beckert und Wolfgang Streeck haben davor gewarnt, dass die Krise auf das soziale System übergreifen kann. Dabei führt kein Weg an einer systemischen Therapie vorbei.
faz.net, 04. September 2011 

[→] John le Carré: Goethe ginge heute auf die Barrikaden,
Einer der berühmtesten Schriftsteller englischer Sprache unterhält eine Art Liebesbeziehung zur deutschen Sprache. Hier erzählt er, wie es dazu kam und warum auf seinem Rasierpinsel ein „Faust“-Zitat prangt und was mit der britischen Krankheit auf ganz Europa zukommt.
faz.net, 29. August 2011 

[→] Paul Kirchhof im F.A.S.-Gespräch : „Wir verteilen von Arm zu Reich
Als Verfassungsrichter hat Paul Kirchhof zwölf Jahre lang am Steuerrecht herumgeschraubt. Am Ende stand die Erkenntnis: Wir brauchen ein neues Auto. Das hat er selbst gebaut. Ob es jemals fahren wird, hängt vom Mut der Politiker ab. ...
faz.net, 22. August 2011 

[→] Bürgerliche Werte. Frank Schirrmacher: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat
Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen. ...
faz.net, 15.08.11


[→] (nach wie vor aktuell) Umsonst(Laden) und Geld : Gelegentlich stellt sich uns natürlich die Frage, wo das Geld herkommen soll, das wir an den Schnittstellen zur herkömmlichen Wirtschaft brauchen? ...
27.09.2010


[→] Gemeingüter - Wohlstand durch Teilen (pdf), Heinrich Böll Stiftung, 12.09.2009

[→] Welche Wege führen aus der Krise?, telepolis, 27.02.2010

[→] Reinhard Jellen spricht mit dem Soziologen Hans Jürgen Krysmanski über globale und nationale Macht- und Funktionseliten.
* Wer die Fäden zieht, telepolis, 29.12.2009 ( Teil 1)
* Über die Identität der Gläubiger des Schuldners Staat wird nie gesprochen, telepolis, 30.12.2009 (Teil 2)
→ s.a. Richistan - Sozialstruktur des Superreichtums
→ s.a. The Wealth Report. Robert Frank looks at the lives and culture of the wealthy.

[→] Gedanke zu Schopenhauers Stachelschweinen

[→] Majji-MAjji - Grundeinkommen mal anders rum, Zeit-Leserartikel, 24.08.2009

[→] Materie und Geist oder: Wie frei ist der Mensch? Vorschlag für einen Selbstversuch.

[→] In der Welt gibt es nichts umsonst. ...

[→] Wolf Lotter: „Der Lohn der Angst“, brand eins, 07.07.2005

[→] Interview mit US-Ökonom Jeremy Rifkin: „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“, stz, 29.04.2005

Kommentare:

"Beurteile einen Menschen nie nur nach seinem Äußeren, ... " hat gesagt…

[→] Banks, Arron
[→] Bannon, Steve
[→] Beck, Kurt
[→] Böhr, Christioph
[→] Bouffier, Volker
[→] Bush, George W.
[→] Clinton, Hillary
[→] de Maizière, Thomas
[→] Erdoğan, Emine
[→] Erdogan, Recep Tayyip
[→] Farage, Nigel
[→] Koch, Roland
[→] Maaßen, Hans-Georg
[→] Mercer, Robert
[→] Nix, Alexander
[→] Oettinger, Günther
[→] Trump, Donald
[→] ...
 

"Meinung" hat gesagt…

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Ein Österreicher beleidigt bei „Hart aber fair“ deutsche SUV-Fahrer*innen – und bringt nicht nur Chef-Auto-Lobbyist Wissmann gegen sich auf. Beim TV-Talk "hart aber fair" stritten die Gäste um die Umwelt. ...
Nico Damm, t-online.de, 14.11.2017