Kapitalismus

Eine Kapital-zentrierte Wirtschaft (d.i. "Kapital-ismus"), bei der alles Denken, Reden und Handeln unter der Prämisse steht, daß es "sich rechnen muß" (d.i., daß aus Geld noch mehr Geld wird, denn sonst hört es auf "Kapital" zu sein ...), hat einen entscheidenden Konstruktionsfehler: Sie begünstigt überproportional nur solche "Innovationen", die sich in "klingende Münzen" umwandeln lassen. Alle anderen Ideen, Erkenntnisse und Erfindungen, auch wenn sie viel rationaler, nachhaltiger, gesünder, etc. sind, müssen sich erst, wenn überhaupt, mühsam und langwierig - u.a. auch durch unökonomisches Handeln und unter mehr oder weniger großen persönlichen Opfern einzelner Vor-DenkerInnen und Handelnder, durchsetzen, um schließlich - Ironie des Schicksals -, wenn sich dann doch auch wirtschaftlicher Erfolg einstellt, durch den Kapital-ismus absorbiert und vereinnahmt (und dadurch verdorben) zu werden ...
 


Weitere grundsätzliche Probleme einer Kapital-zentrierten (Volks)Wirtschaft:


1) Solange nicht alle Kosten in den Preisen der Waren und Dienstleistungen ihren Niederschlag finden, kann es auch kein nachhaltiges und rationales Wirtschaften geben. ...
2) Stofflicher Reichtum wird nur anerkannt, soweit er "Wert", darstellt. (Norbert Trenkle, Die große Entwertung, unrast-verlag.de)
 [s.a. unten "Zitate"]
3) Die durch den techn. Fortschritt ermöglichte extrem gesteigerte Produktivität ist eigentlich gewünscht, führt aber im Endefekt zu Massenarbeitslosigkeit, weil Maschinen in immer größerem Umfang die Produktion erledigen und die menschl. Arbeitskraft ersetzen. Dadurch geht Kaufkraft verloren, da nur Menschen konsumieren, was dann letztendlich das Wirtschaftswachstum begrenzt. ... 
4) Solange und insofern jede/r nur an sich selber denkt [1. Halbsatz eines kapitalistischen Dogmas ("Egozentrisch denken, egoistisch handeln") ...], ohne Blick u. Verantwortung für das Ganze, kann nie ein Gesamtkunstwerk als Ergebnis dabei herauskommen ... (→ vgl. dazu im Ggs. den Grundsatz der Lokalen Agenda: "Global denken, lokal handeln" ...)

neuere Einträge:  Kapital-ismus [update]


Weblinks:

[→] "Armut, Hunger, Naturzerstörung sind eine logische Begleiterscheinung unseres Wirtschaftens"
Der Politikwissenschaftler Norbert Nicoll über den zerstörerischen Zwang zum fortwährenden Wirtschaftswachstum und dem drohenden "Zivilisationsbruch"
Marcus Klöckner, telepolis.de, 18. Dezember 2017

[→] Atlas Network, Teil 2: Das neoliberale Spinnennetz in Europa
Als Mitte der 1970er Jahre in nahezu allen westdeutschen Universitätsstädten die Studenten auf der Straße gegen die Verbrechen der chilenischen Militärjunta unter Augusto Pinochet demonstrierten, beobachtete ein wenige Jahre zuvor emeritierter Senior-Professor des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Geschehen im fernen Andenland mit verstohlenem Interesse, ja, mit einer gewissen Genugtuung. Im Gegensatz […]
Frederico Füllgraf, nachdenkseiten.de, 11. September 2017

[→] Naomi Kleins Sckock-Strategie erweist sich immer mehr als wichtiges Buch zur Erklärung des mörderischen Geschehens (1)
Dieses Buch mit dem Untertitel „Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ erschien 2007, also schon vor zehn Jahren. Bei der ersten Lektüre fand ich vor allem die Erklärung des Putsches von Pinochet in Chile 1973 interessant und wichtig. Jetzt habe ich andere Kapitel nachgelesen und kann NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern nur empfehlen, sich dieses Buch anzuschauen. Es ist ein richtiger Augenöffner; Naomi Kleins Analysen öffnen die Augen zum Verständnis früherer und vor allem aktueller Vorgänge. ...
Albrecht Müller, nachdenkseiten.de, 7. September 2017

[→] Google und die Meinungsvielfalt
Der Thinktank New American Foundation liefert das Exempel, dass die angebliche Unabhängigkeit schnell zu Ende ist, wenn es ums Geld geht
Mit der verstärkten Zensur von YouTube-Videos und der Entlassung von James Damores, der Googles Umgang mit der Diversität kritisierte, kommt schon der nächste Konflikt für den Konzern, der nicht böse sein wollte. ...
Florian Rötzer, telepolis.de, 31. August 2017

[→] Atlas Network, die Internationale des neoliberalen hate speech und des Putsch-Kapitalismus
Teil 1: Wie US-amerikanische think-tanks und Rechtsextreme die lateinamerikanische Politik umbauen
Vor etwas mehr als einem Jahr debütierte ich in den Nachdenkseiten mit einer Chronik über die gespenstischen Zustände in Brasilien, die seit 2014 mit Anpöbelei, Denunziantentum und Bullying auf der Straße, in Restaurants, auf Flügen, der bedrohlichen Umstellung von Wohnungen und der Gewaltanwendung faschistischer Gruppen das alltägliche Leben der Mehrheit der Brasilianer zur Hölle machen und die historische Legende vom brasilianischen „Homo Cordialis” zerstört hatten. ...
Frederico Füllgraf, nachdenkseiten.de, 29. August 2017

[→] Alles ist eingepreist
Neoliberale Ökonomik, Dieselgate und das Trugbild "Preis"
Es scheint so zu sein, dass die großen Krisen des neoliberalen Kapitalismus‘ in immer kürzeren Abständen die Wirtschaft erschüttern. Schon 1997 verzockte sich der Hedge Fond "Long Term Capital Management" (trotz zweier Nobelpreisträger Scholes and Merton), im Dezember 2001 musste der riesige Energiekonzern "Enron" Insolvenz anmelden, 2001 stürzten die Kurse des Neuen Marktes ins Uferlose, bis er schließlich aufgelöst wurde, und 2008 führte der Bankrott von Lehman Brothers zur internationalen Finanzmarktkrise, deren Auswirkungen insbesondere in der Griechenlandkrise noch heute zu besichtigen sind. Und nun Dieselgate und der Kartellverdacht gegenüber der Autoindustrie. ...
Klaus Weinert, telepolis.de, 16. August 2017

[→] Glück ist für alle da!
Der Glücksforscher Dr. Ha Vinh Tho sprach am 9. Juni 2017 nicht nur zum Thema Glück, sondern auch über Ressourcenkriege.
„Wie wollen wir Leben? Geld, Politik und Bruttonationalglück“ war das Thema der diesjährigen Mitgliederversammlung der GLS-Bank rund um die Frage, wie der viele Menschen einende Wunsch nach Glück bei allen unterschiedlichen Vorstellungen davon in die Praxis umgesetzt werden kann. Eine spannende Frage, insbesondere dann, wenn sie auf der Jahresversammlung einer Bank gestellt wird. ...
Christiane Borowy, rubikon.news, 12. Juni 2017

[→] Helfer helfen Helfern
Wir sollten uns einander alle mehr helfen, auch wenn manche dabei eher an die eigene Tasche denken
Das ist schon eine Geschichte für die kleine Träne zwischendurch. Da sinkt das Boot von ein paar Fischern vor Florida, und weil die schon viel zu erschöpft sind, um noch via 911 den Notruf zu betätigen, lassen sie das Siri machen. Und es klappt auch noch, Siri sei Dank konnten die Männer gerettet werden. Das ist doch mal zur Abwechslung eine andere herzerweichende Geschichte als die über die Viertel Billion, die bei Apple auf dem Konto liegen soll. Die geht mir irgendwie anders zu Herzen.
  Und leider klingt dann diese Geschichte, die das Herz zumindest von US-Bürgern erwärmen soll, nicht mehr ganz so toll. Denn Tim Cook, CEO von Apple, hat stolz verlauten lassen, dass sage und schreibe eine Milliarde US-Dollar aufgewendet werden sollen, um mehr Stellen für Facharbeiter bei Apple in den USA zu schaffen. Umgerechnet muss Apple dazu FAST eine GANZE Arbeitswoche des vergangenen Quartals den Gewinn streichen, nur um diese Stellen zu ermöglichen. Oder anders ausgedrückt: etwa fünf Prozent der vergangenen Quartalsgewinns. Vermutlich muss jemand in den sauren Apfel beißen und das an anderer Stelle wieder hereinholen. ...
Harald Taglinger, telepolis.de, 08. Mai 2017

[→] Frankreich: Die Wohnungsnot wächst
Fondation Abbé Pierre: 12,1 Millionen Personen leben in kritischen oder notdürftigen Wohnverhältnissen
Regelmäßig zum Jahresende oder Jahresbeginn erscheint der Bericht der Fondation Abbé Pierre. Seit vielen Jahren beschreibt er eine Abwärtskurve: Die Wohnungsverhältnisse für die Ärmeren in Frankreich werden immer miserabler, lautet verlässlich die Kernbotschaft. So auch im diesjährigen Bericht: 12,1 Millionen Personen sind in Frankreich erheblich von der Wohnungskrise betroffen, sei es, weil sie auf zu engem Platz in schlechten Behausungen untergebracht sind, von Räumung bedroht werden, oder weil sie selbst von billigen Mieten finanziell überfordert sind und sich auch keine Heizung leisten können.
  Zähle man alle zusammen, die nicht in einer kritischen Lage sind, sondern in einer schwierigen, komme man sogar auf 15 Millionen Personen "en difficulté", heißt es in der zusammengefassten Bilanz, bei welcher der am schlimmsten betroffenen Personenkreis auf 4 Millionen geschätzt wird. Sie haben entweder gar kein Obdach, sind nur notdürftig untergebracht oder ohne einen persönlichen Raum. ...
Thomas Pany, telepolis.de, 01. Februar 2017

[→] Moderne Diesel-Pkw stoßen mehr Schadstoffe aus als Lastwagen
Selbst Dieselautos der neuen Abgasnorm sind schmutziger als Lastwagen oder Busse: Laut einer Studie stoßen sie doppelt so viele Stickoxide aus wie Nutzfahrzeuge. ...
zeit.de, 6. Januar 2017


[→] Die neoliberale Invasion
Wieso ist der Neoliberalismus seit fast 50 Jahren so wirkmächtig? Eine mögliche Antwort auf diese Frage hat Edward L. Bernays bereits vor fast einem Jahrhundert formuliert: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie.“ Lässt sich mit dieser Sicht aus der Perspektive der PR die Wirkweise des Neoliberalismus und seines Netzwerkes erklären? Welche Ziele hat der Neoliberalismus, wer unterstützt ihn und wie wurde die politische Landschaft geprägt? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit Sebastian Müller, Herausgeber des Mehrautorenblogs le Bohémien, der die neoliberale Invasion seit Langem kritisch begleitet und analytisch seziert. ...
nachdenkseiten.de, 16. Dezember 2016

[→] Mehr Menschen in der EU trotz Vollzeitjobs von Armut bedroht
Weniger Arbeitslosigkeit führt laut einer Studie nicht zu sinkendem Armutsrisiko.
Deshalb sei auch die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bedroht. Der Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie gewachsen. Ihr Anteil stieg im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent, wie die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh unter Verweis auf ihre Untersuchung Social Justice Index 2016 mitteilte. 2013 lag der Anteil noch bei 7,2 Prozent. Als Gründe für das steigende Armutsrisiko trotz voller Erwerbstätigkeit nennt die Stiftung unter anderem einen wachsenden Niedriglohnsektor und die Spaltung der Arbeitsmärkte in reguläre und atypische Formen von Beschäftigung. ...
zeit.de, 14. November 2016

[→] George Soros und der IWF: Ziemlich beste Freunde
Schulden als Massenvernichtungswaffe, die Popper-Mont-Pèlerin-Connection und "Verschwörungstheorie" nach Popper: Soros-Leaks Teil 3
Der IWF ist das finanzpolitische Schlachtschiff des Neoliberalismus. Seine Freunde erklären eine fiskalische Umverteilung von Einkommen von den Reichen zu den Armen zur überkommenen Politik; sozialistische Länder lobt der IWF ungern, auch wenn sie ökonomisch exzellente Entwicklungen vorweisen können, wie das Bolivien des Evo Morales. ...
Thomas Barth, telepolis.de, 02. November 2016

[→] Das Terrorspiel der Clowns
Eine der berüchtigsten Kunstfiguren der Kulturindustrie erwacht im gegenwärtigen Clownwahn zum Leben
Es lohnt sich, mit den Waren zu beschäftigen, die die spätkapitalistische Kulturindustrie fabriziert. Natürlich nicht ihres konkreten "Unterhaltungswerts" wegen, ... Die Auseinandersetzung mit den Mainstream-Produkten der Medienindustrie lohnt deswegen, weil diese unbewusst, im Subtext auf das "kollektive Unterbewusste" der Gesellschaft verweisen, in der sie hergestellt werden. Sie verweisen auf das, was in der Gesellschaft vor sich geht, aber aufgrund der dominanten Ideologie, des gegebenen Sachzwangsregimes nicht öffentlich artikuliert und debattiert wird. Kulturindustrie hat schon immer eine Art umgekehrter Psychoanalyse praktiziert, bei der öffentlich tabuisierte Widersprüche, Prozesse oder Ereignisse ins Unbewusst-Symbolische verdrängt und zumeist personifiziert wurden.
Es gilt also, diesen unbewusst in die Produkte der Kulturindustrie eingewobenen Subtext freizulegen, zu dechiffrieren, um Einsichten in all die irrationalen Verheerungen des Massenbewusstseins zu erhalten, die von der herrschenden neoliberalen Ideologie mit dem Bannfluch belegt sind. Das, was die spätkapitalistische Gesellschaft von sich selbst nicht wissen will, kommt so zu Vorschein. ...
Tomasz Konicz, telepolis.de, 27.10.2016

[→] Über die Rolle von NGO’s als Instrumente des Imperiums. Fall Brasilien.
Naomi Klein hat in ihrem Buch Schock-Strategie beschrieben, dass und wie zum Putsch von Pinochet gegen den gewählten Präsidenten Allende die Anhänger der neoliberalen Chicagoer Schule in Chile und in den USA am Putsch mitwirkten bzw. diesen für den Test ihrer neoliberalen Ideologie nutzten. Da waren Professoren und Geheimdienstagenten im Spiel. Heute sind NGOs im Spiel. Der Südamerika Korrespondent Frederico Füllgraf beschreibt den Vorgang am Fall Brasilien und speziell am Sturz der Präsidentin Dilma Rousseff. ...
nachdenkseiten.de, 20.10.2016

[→] Zerstörte Ordnung am Arbeitsmarkt (1): Privatisierungen und Liberalisierungen seit den 1980ern
Ein Blick auf Frankreich, Griechenland, Italien oder die jüngsten Brüsseler Papiere zeigt: Europa ist drauf und dran, mit noch mehr Liberalisierung und Flexibilisierung seine Ordnung am Arbeitsmarkt zu zerstören. In manchen Ländern lässt sich mit Fug und Recht von den letzten Resten sprechen, die derzeit kaputtgemacht werden. Nicht zu Unrecht wird – von Befürwortern und Gegnern dieser Politik – die rot-grüne „Agenda 2010“ als Beispiel und Vorbild dieser Politik angeführt. Die Wurzeln neoliberalen Denkens und Handelns in der deutschen Arbeitsmarktpolitik sind aber älter. In dieser kleinen Artikelreihe gibt Patrick Schreiner einen Überblick über 35 Jahre Neoliberalismus in Deutschland. Teil 1 widmet sich insbesondere den Privatisierungen und Liberalisierungen seit den 1980er Jahren – ein Thema, das heute viel zu oft vergessen wird, wenn von Sozialabbau und Prekarisierung die Rede ist. ...
Patrick Schreiner, nachdenkseiten.de, 15. September 2016

[→] Die Freiheit, die sie meinen
Der Neoliberalismus immunisiert sich nicht nur gegen Kritik, er assimiliert sie und verkehrt sie in ihr Gegenteil. Der Begriff der Freiheit etwa ist längst schon unter die Räder gekommen – und jene, die heute noch nach Freiheit rufen, fordern damit in aller Regel die eigene Unterwerfung unter Fremdbestimmung und Markt. Ein Schlaglicht hinter die verantwortlichen Kulissen der Macht wirft nun der Autor und Publizist Werner Rügemer, der mit seinem neuesten Buch eine Art „Geschichtsschreibung von unten“ vorlegt, welche die materielle Realität hinter dem Nebel der alltäglichen Propaganda zurück ins Licht bringt. Jens Wernicke sprach mit ihm.
nachdenkseiten.de, 2. September 2016

[→] Gesellschaftskritik: "Lauter kleine Narzissten, auf Wettbewerb getrimmt"
Wer sich früher im Job anpasste und anstrengte, stieg auf. Heute sind wir freier in unseren Entscheidungen - aber die Sicherheit ist weg. Ökonom Oliver Nachtwey warnt vor gefährlichen Konsequenzen. ...
Interview von Eva Thöne, spiegel.de, 14.08.2016

[→] Die Staatsverbrecher
Die Bundesregierung will Autobahnen und andere Infrastruktur an private Investoren verscherbeln
Mit an verbohrter Sturheit grenzender Hartnäckigkeit halten alle Bundesregierungen von Gerhard Schröder bis Angela Merkel an ihrem Ziel fest, große Teile der deutschen Infrastruktur, vor allem aber die Autobahnen, zu privatisieren. Dass selbst der Bundesrechnungshof und alle Landesrechnungshöfe dagegen Sturm laufen, ist ihnen völlig egal. ...
Wolfgang J. Koschnick, telepolis.de,  09.07.2016

[→] Kapitalismus? Nein, danke!
Die Millennials in den USA sind kapitalismusmüde. An den amerikanischen Traum glauben sie nicht mehr. Für die beiden großen Parteien wird das zu einem wachsenden Problem. ...
Thorsten Schröder, New York, zeit.de, 2. Juni 2016

[→] Kaputtalismus : Der Tod des Neoliberalismus
Nun haben selbst führende Wirtschaftswissenschaftler gemerkt, dass die neoliberale Ideologie den Kapitalismus nicht retten kann. Weiter gemacht wird trotzdem ...
Aditya Chakrabortty, derfreitag.de, 01.06.2016

[→] Blinder Fleck in der keynesianischen Interpretation
Reinhard Jellen spricht mit Robert Misik über "Kaputtalismus".
telepolis.de, 27.02.2016
In vielen Ländern Europas herrschen wirtschaftliche Krisen: Kann ihnen mit mehr Sparen oder mehr Ausgeben abgeholfen werden - oder muss man dazu mehr ändern? Robert Misik entdeckt in der Gegenwart Anzeichen eines grundlegenden ökonomischen Umbruchs. Ein Gespräch mit dem Autor des Buches Kaputtalismus - Wird der Kapitalismus sterben, und wenn ja, würde das uns glücklich machen? ...

[→] Oxfam: Die Ungleichheit nimmt weltweit explosiv zu
Die reichsten 62 Menschen haben ein Vermögen angehäuft, das dem der ärmsten Hälfte der Menschheit entspricht
Nach einem Bericht von Oxfam besitzen heute gerade einmal 62 Menschen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit, das sind 3,6 Milliarden Menschen! Und das reichste 1 Prozent besitzt so viel wie die restlichen 99 Prozent. ...
Florian Rötzer, telepolis.de, 18.01.2016


[→] Geldpoltik : Der Kapitalismus steckt in der tiefsten Sinn-Krise seit seiner Erfindung
Die Diskussion um das Bargeld ist eine Ersatz-Debatte: Tatsächlich steckt der Kapitalismus in seiner tiefsten Krise, weil die Arbeiter schlecht bezahlt werden, die Einkommen ungerecht verteilt und die Menschen im Westen zu alt geworden sind. Mit der Geld-Politik ist die Sinn-Krise nicht zu lösen. ...
Joachim Jahnke, dwn.de, 07.06.15

[→] Kapitalismus und psychische Gesundheit : Warum man einen Zusammenhang nicht bestreiten kann
Im Wirtschaftsteil der ZEIT schlussfolgerten kürzlich ein Soziologe und ein Psychologe, Kapitalismus mache nicht depressiv. Dies ergebe sich eindeutig aus epidemiologischen Daten zur Häufigkeit psychischer Störungen. In dieser Replik möchte ich nachweisen, dass die Argumentation der Autoren auf einigen theoretischen Fehlern basiert. Außerdem vernachlässigen sie zahlreiche Gegenbeispiele, die durchaus einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher/sozialer Lage und der psychischen Gesundheit untermauern. So deuten Verschreibungszahlen zu Antidepressiva und Mitteln gegen Aufmerksamkeitsstörungen in diese Richtung. ...
Stephan Schleim, telepolis.de, 19.02.2015

[→] Neoliberales Herrschaftssystem: Warum heute keine Revolution möglich ist
Gastbeitrag von Byung-Chul Han, sueddeutsche.de, 02.09.2014
Warum ist das neoliberale Herrschaftssystem so stabil? Warum gibt es kaum Widerstand dagegen? Trotz immer größer werdender Schere zwischen Reich und Arm? Für eine Erklärung ist es wichtig zu verstehen, wie die unterwerfende Macht heute funktioniert. ...

[→] Der Überfluss an Unnötigem und Schädlichem
Meinhard Creydt, telepolis.de, 30.08.2014
Problematische Arbeitsinhalte und Gebrauchswertangebote im gegenwärtigen Kapitalismus
... Wer unerschrocken und beharrlich dieser Frage nachgeht, dem werden Einblicke nicht verborgen bleiben, die weite Teile der Wirtschaft ebenso infrage stellen wie die Messung des nationalen Reichtums durch das Bruttosozialprodukt. Es steigt bekanntlich, wenn bspw. mehr Autos verunglücken und infolgedessen mehr Reparaturen bzw. Neukäufe getätigt werden. ...

[→] TISA: Alles wird vermarktet
. Ein neues Abkommen könnte Bereiche wie Trinkwasser und Gesundheit durch die Hintertür privatisieren. 
Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass die im Rahmen der EU-Dienstleistungsrichtlinie vorgesehene geplante Privatisierung der Trinkwasserversorgung die Gemüter hierzulande erhitzte. Verblüffend schnell ließ die EU-Kommission das Thema fallen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Christoph Jehle, telepolis.de, 01.07.2014


[→] Mit einer Tasse Kaffee die Welt retten? Der Kapitalismus saugt die Kritik seiner Gegner auf, verwurstet sie und spuckt sie als kommerzielle Produkte auf den Markt - eine neue und vor allem schizophrene Situation.
Patrick Spät, telepolis.de, 29.06.2014

[→] Gescheiterte Staaten: Leben im Zusammenbruch. Die Desintegration des kapitalistischen Weltsystems ist längst im vollen Gange, sie wird nur nicht als solche wahrgenommen. ...
Tomasz Konicz, telepolis.de, 15.06.2014

[→] Etwas ist faul im Kapitalismus.
Von Nicolai Kwasniewski, Gregor Peter Schmitz und Marc Pitzke, spiegel.de, 23.04.2014.
Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch von Thomas Piketty.
→ Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. 696 S., (derzeit nur auf frz. u. engl.)

[→] Max Weber zum 150. : "Vergesst Fairness und Gerechtigkeit". Der weltweit einflussreichste deutsche Intellektuelle des 20. Jahrhunderts: Vor 150 Jahren wurde der Soziologe Max Weber geboren. Wer den Kapitalismus verstehen will, muss seine Schriften lesen.
Friedrich Wilhelm Graf, welt,de, 21.04.2014.

[→] Gier, psychoanalytisch betrachtet : Ein einziger, großer Krankheitsfall.
Dirk Schümer, faz.net, 29.03.2014 · Der Psychoanalytiker Erich Fromm hat es kommen sehen: ein Wirtschaftssystem, das von Gier getrieben und von persönlicher Verantwortung frei ist. Erinnerung an einen Mahner für vernünftiges Wirtschaften.

[→] Die Story im Ersten: Geld regiert die Welt. mediathek.daserste.de, 13.01.2014 (Filmreportage, online bis 13.01.2015)

[→] Teil 1: Das Schisma von 2013. Tomasz Konicz, telepolis.de,  25.12.2013
Die hitzigen öffentlichen Diskussionen um die Kapitalismuskritik des Papstes legen offen, dass es sich hierbei im Endeffekt um einen Religionsstreit handelt. Kapitalismus als säkularisierte Religion
Teil 2: Ora et labora. Tomasz Konicz, telepolis.de, 26.12.2013
Die Genese des Kapitalkultes ist eng mit der Geschichte des Christentums verwoben. Kapitalismus als säkularisierte Religion
Teil 3: Die Prophezeiung. Tomasz Konicz, telepolis.de, 27.12.2013
Walter Benjamins 1921 entstandenes Fragment "Kapitalismus als Religion" liest sich wie eine adäquate Beschreibung der gegenwärtigen Krise. Kapitalismus als säkularisierte Religion

[→] Stillstand durch Handel?
Tomasz Konicz, telepolis.de, 06.11.2013
Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und der BRD um die exzessive deutsche Exportausrichtung verweisen auf blinde Flecken im westlichen Krisendiskurs. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik wurden jüngst um eine weitere Facette bereichert. In ungewöhnlich scharfer Form griff das US-Finanzministerium am vergangenen Mittwoch das Geschäftsmodell der Deutschland AG an, indem es die aggressive Exportorientierung und insbesondere die ausartenden Handelsüberschüsse der Bundesrepublik für die anhaltende wirtschaftliche Misere in der Eurozone verantwortlich machte. Deutschland belaste "mit seinem Rekordhandelsüberschuss die gesamte EU", so fasste Spiegel Online die Vorwürfe zusammen.

[→] Arbeits- und Kapitaleinkommen.
Norbert Rost, telepolis.de, 16.01.2005.
Ein alternativer Blick auf unser Wirtschaftssystem. In der öffentlichen Debatte um die (2. Welt-)Wirtschaftskrise wird meist von Lohnnebenkosten, zu hohen Personalkosten und allgemein zu teurer Arbeit gesprochen. Tabuisiert wird eine Debatte um die andere Seite dieser Medaille: die Kapitalkosten und Kapitaleinkommen. Jene stellen nicht nur die eigentliche Ursache der Wirtschaftskrise dar, sondern manifestieren zugleich eine gesellschaftlich legitimierte Art der Sklaverei, indem die Arbeits- und damit Lebenszeit der großen Masse der Bevölkerung in einer ungerechtfertigten Form einer vergleichsweise kleinen, aber vermögenden Minderheit zukommt. 

[→] Geldknappheit im Kapital-Ismus.
Norbert Rost, telepolis.de, 16.12.2003.
Über Widersprüche des herrschenden Wirtschaftssystems und in den Taten seiner Erfüllungsgehilfen. Widersprüche gibt es nur im Denken, nicht in der Wirklichkeit. Deshalb ist es möglich, dass die in diesem Artikel aufgeführten Widersprüche unseres Wirtschaftssystems nur im Kopf des Autors und nicht in der Realität existieren.

[→] Kapitalismus ist Krieg.
Norbert Rost, telepolis.de, 23.09.2003.
War der Irak-Krieg nur die konsequente Umsetzung der Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes? In seiner "Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" kommt Keynes zu Schlussfolgerungen, die nicht nur die Aufrüstung der USA aus wirtschaftspolitischer Sicht erklären, sondern zugleich den Krieg gegen den Irak in ein neues Licht rücken können. Dabei könnte Keynes' Theorie auch die sein, die dem Kapitalismus das Genick bricht - nur ist das reichlich unbekannt.

[→] Die neuen Superreichen : Die globale Elite und die Revolution von oben. Die Superreichen dieser Welt haben es gern, wenn man sie zelebriert, schreibt Chrystia Freeland in ihrem neuen Buch "Die Superreichen". Aber sie werden nervös, wenn man sie analysiert. Und was ist, wenn man sie – in Grenzen selbstverständlich – zugleich zelebriert und aus nächster Nähe analysiert? Die langjährige globale Reuters-Korrespondentin liefert einen faszinierenden Einblick in die Welt des Big-Data-Kapitalismus und seine neue führende Klasse zwischen Silicon Valley, Wall Street, Londoner City und den BRICS-Staaten. Seit zwanzig Jahren sammelt die Kanadierin in Interviews, Begegnungen, ja freundschaftlichen Beziehungen (wie zum Beispiel zu George Soros) Informationen über eine sich konstituierende globale Elite.
telepolis.de, 24.09.2013
→ s.a.: Milliardäre in Blue Jeans. Chrystia Freeland kennt die Welt der Globalmilliardäre: Zwei Jahrzehnte lang hat sie die neuen Supereliten begleitet und erforscht. Pittsburgh war einer der Schmelztiegel von Amerikas vergoldetem Zeitalter. Als die industrielle Revolution hier Fuß fasste, war Andrew Carnegie über den Gegensatz "zwischen dem Palast des Millionärs und der Hütte des Arbeiters" erstaunt. Menschen hatten nie in so frappant unterschiedlichen materiellen Verhältnissen gelebt, glaubte er, und das Ergebnis waren "strenge Kasten", die in "gegenseitiger Unkenntnis" und "gegenseitigem Misstrauen" lebten.
telepolis.de, 12.08.2013

[→] "Kapitalismus ist nicht das Gegenteil von Staat. Der Staat ist im Kapitalismus allgegenwärtig. Dieser Zusammenhang ist so offensichtlich, dass sich die Frage stellt, warum Marktliberale dies hartnäckig ignorieren leugnen. Neoliberale erwecken stets den Eindruck, als ob die Wirtschaft vom Staat geknebelt würde und sich von dieser politischen Diktatur mühsamst befreien müsste. Historisch ist dies ein völlig schiefes Bild: Wo immer es Frühformen des Kapitalismus gab – da hatten diese frühen Kapitalisten auch politisch das Sagen.
telepolis.de, 17.09.2013

[→] "Der Gedanke, dass sich etwas ändern könnte, ist nicht mehr denkbar". Die französischen Reichtumsforscher Michel und Monique Pinçon-Charlot beobachten eine Politik der Gewalt gegenüber den Ärmeren, die zunehmend als Staatsfeinde geschildert würden.
telepolis.de, 13.09.2013

[→] "In einer Utopie der Idioten sehe ich die größte Gefährdung für die kapitalistische Maschinerie". Jörg Auf dem Hövel spricht mit Hans-Christian Dany über die Wurzeln der sich selbst kontrollierenden Gesellschaft in der Kybernetik.
telepolis.de, 01.09.2013.
Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts tauchte ein Forschungsansatz auf, der das wissenschaftliche Denken nachhaltig verändern sollte: die Kybernetik. Angelehnt an den griechischen Begriff des "Steuermann" beschäftigte sich die neue Disziplin mit der Regelung von Maschinen, Organismen und Organisationen. Die Grundannahme: Alles ist ein System und funktioniert nach den Prinzipien von Rückkopplung, Selbstregulation und Gleichgewichtserhaltung. ... Die Kybernetik befruchtete zahlreiche andere Domänen, ihre Ideen und Begriffe flossen in Management- und Therapieschulen, Erkenntnistheorien und die soziologische Systemtheorie ein.

[→] Steuer-Vorwürfe gegen Großkonzerne: Legale Staatsfeinde. Durch Apple steht mangelnde Steuermoral von Großkonzernen auf der Tagesordnung. Konkurrenten wie Amazon, Google und Co. sind nicht besser. Zeit, die "Big Four" der Steuertrickser ans Licht zu zerren.
stern.de, 22.05.2013
→ s.a.: (neu) Wie Konzerne Europa ausplündern. Während europaweit von einer Schuldenkrise geredet wird, werden Großkonzerne von der Steuer befreit. telepolis.de, 26.08.2013

[→] Dokumentarfilm "Gekaufte Wahrheit". Wissenschaftsglaube, ein wenig durchgerüttelt.
zeit.de, 09.03.2011
→ s.a.: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=lGVIgvXDgIM (Trailer)

[→] Lebensmittel : EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren. deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 26.04.2013

[→] Big Oil nimmt Amerika in Geiselhaft. Die Ölkonzerne verschleiern den Klimawandel. Sie haben längst das Sagen in Washington. Das hat gefährliche Folgen, wie Wirbelsturm Sandy zeigt. 
Zeit.online, 01.11.2012 

[→] Energetische Sanierung. Die unterschätzte Brandgefahr bei Wärmedämmung. Es ist ein Milliardengeschäft: Mindestens 70.000 Euro müssen Eigentümer aufwenden, um ihr Haus energetisch zu sanieren. Doch ihnen fehlen verlässliche Angaben, welche Auswirkungen das hat. 
welt.de, 12.10.2012 

[→] Was den Strom verteuert. Die Energie- und Klimawochenschau: Vom Anstieg der EEG-Umlage, sinkenden Preisen an der Strombörse und unnötigem Netzausbau. 
telepolis, 10.10.2012

[→] Wissenschaft in Gefahr. "Den Fressnapf der Forscher verschoben". Die ständige Frage an Wissenschaftler nach dem Nutzen ihres Tuns beschneidet massiv die Freiheit der Forschung, sagt Gerd Folkers, Professor an der ETH Zürich. Die Praxis der Förderung von Staat und Stiftungen berge die Gefahr, der Findung des Neuen entgegen zu wirken. 
spiegel.online, 10.10.2012 

[→] Reinhard Jellen interviewt Malte Heynen. Telepolis.
Teil 1:
Banken als tickende Zeitbomben. Malte Heynen über die Verantwortung der Deutschen Bank bei der Bankenkrise und ihre realen Dimensionen. 04.10.2012
Teil 2:
Irgendwann knallt es. Interview mit Malte Heynen über die grundlegenden Konstruktionsfehler im Bankensystem, Fehlschlüsse der neoliberalen Theorie und die Bankenrettung..
08.10.2012
Teil 3:
Kontrollen bei Hartz IV und am oberen Ende der sozialen Skala. Interview mit Malte Heynen über das Versagen der Politik, ihre Verstrickungen mit der Finanzindustrie und die Gefahren von Finanzcrash und Inflation.
09.10.2012

[→] Adolf Muschg über Europa : Gier und Geiz. ·  Die Krise bietet Europa die Chance, noch einmal zu zeigen, dass Lebensrecht auf diesem Planeten nicht mit Wachstum begründet wird. Denn der Preis unserer europäischen Erbschaft lässt sich nicht verhandeln - und zwar auf keinem Börsenparkett dieser Welt. 
faz.net, 03.10.2012

[→] Freiheitliche Bürgerrechte zwischen Demokratie und Kapitalismus. Aus dem demokratischen Bürger wird ein "unternehmerisches Selbst"; das hat Folgen - ein Kurzessay von Cornelia Otto zum Vortrag auf der OpenMind12-Konferenz. telepolis,  21.09.2012

[→] Gespräch zur Krise mit Meinhard Miegel. Das System ist am Ende, das Leben geht weiter.
faz.net, 11.08.2012

[→] Interview von Reinhard Jellen mit Ernst Lohoff und Norbert Trenkle über die Wirtschafts- und Finanzkrise, Telepolis
1. "Alle Zentralbanken sind dabei, sich in Bad Banks zu verwandeln", 01.08.2012
2. Die Wirtschaftskrise und das "fiktive Kapital", 02.08.2012
3. "Der Neoliberalismus wurde zum Paten der Finanzindustrie", 06.08.2012

[→] Ingo Schulze: Gegen die marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte, Dresdner Rede, Februar 2012 ...

[→] Weltweit werden Vermögen in Höhe von 16,7 Billionen Euro in Steueroasen gebunkert. Britisches Tax Justice Network: die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen ist größer als bisher angenommen, Staatsschulden könnten mit Schließung von Gesetzeslücken erheblich abgebaut werden ...,
Telepolis, 22.07.2012

[→] Krise des Kapitalismus, von Tomasz Konicz, Telepolis
1. Ist es schon zu spät? Kann ein katastrophaler Zusammenbruch der Eurozone noch abgewendet werden - und was müsste dahingehend unternommen werden? 15.06.2012
2. Wer ist schuld am Krisenausbruch? Niemand trägt die Schuld an der Krise. 26.06.2012
3. Europa als Krisenzentrum. In der am Abgrund taumelnden Eurozone spiegeln sich die systemischen Widersprüche des kollabierenden kapitalistischen Weltsystems. 05.07.2012
4. Demokratie in der Krise. Die derzeitige Krisis enthüllt den ambivalenten Charakter bürgerlicher Demokratie. 16.07.2012
5. Die extremistische Gesellschaft. In der gegenwärtigen Systemkrise gelangt der barbarische Kern kapitalistischer Vergesellschaftung zur vollen Entfaltung. 31.07.2012
6. Die äußere Schranke des Kapitals. Wie die Endlichkeit unserer Welt dem kapitalistischen Wachstumszwang unüberwindbare Grenzen setzt. 28.08.2012
7. Krise global. Ein Überblick über die krisenbedingten globalen Abhängigkeiten und Ungleichgewichte. 21.09.2012

[→] Vielleicht sind wir alle schon die Insassen eines Gesamt-Irrenhauses.
Reinhard Jellen und Peter Mühlbauer befragen Deutschlands bekanntesten Krisentheoretiker, Robert Kurz, über die New Economy, den Fall der Profitmasse, den Finanzblasen-Kapitalismus und das Empire. Robert Kurz, Kapitalismus-Kritiker und Wert-Theoretiker, lebt als freier Publizist in Nürnberg, ist Mitherausgeber der Zeitschrift Krisis und schreibt regelmäßig für konkret. Seine bekanntesten Veröffentlichungen sind Der Kollaps der Modernisierung und das Schwarzbuch des Kapitalismus (Ein Leichnam regiert die Gesellschaft). Telepolis fragte den Fachmann für Krise und Zusammenbruch der Warenwirtschaft über die Lage des Kapitals im Allgemeinen und im Besonderen. telepolis.de, 19.11.2002


Zitate:

[→] "99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich." (Prof. H.C. Binswanger)

[→] "Unter den Bedingungen der modernen Warenproduktion, also in der kapitalistischen Gesellschaft, wird stofflicher Reichtum immer nur produziert, soweit sich dieser auch als Wert darstellen lässt, soweit er also zur Kapitalverwertung beiträgt. Die Güterproduktion ist hier also immer nur Mittel zu einem ihr äußerlichen Zweck, dem Selbstzweck, aus Geld mehr Geld zu machen. Wo dieser Zweck nicht erfüllt werden kann, weil die Kapitalverwertung ins Stocken gerät, stockt auch die Produktion stofflichen Reichtums; es werden sogar Güter vernichtet, weil sie nicht verkäuflich sind, obwohl massenhaft Bedürfnisse unbefriedigt bleiben. Zum Beispiel müssen dann Menschen in Zelten wohnen, während ihre Häuser leer stehen, bloß weil sie ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können." (Ernst Lohoff)

[→] "Die Akzeptanz der Marktwirtschaft hängt davon ab, dass es in ihr nach Recht und Gesetz zugeht. Dazu gehört auch, dass Risiken, die mit der Freiheit einhergehen, nicht nur kleine Leute tragen müssen, sondern alle gleichermaßen." (Günther Nonnenmacher in: Es ist etwas faul., faz.net, 23.07.2012)



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dr. Willem A. Stoop über das System der Reis-Intensivierung (SRI) und die Frage, warum es von Saatgutunternehmen nicht stärker erforscht wird.

Schattenblick (SB): Warum hat sich das von Ihnen vorgestellte System der Reis-Intensivierung bislang nicht stärker durchgesetzt?
Willem A. Stoop (WS): Weil es kommerziell nicht interessant ist.

SB: Warum das denn nicht, es werden doch Kosten eingespart?
WS: Aber der weltweite Handel mit der sogenannten "verbesserten Saat" beträgt ungefähr 30 Milliarden Dollar jährlich. Daran sind Monsanto, Syngenta und die ganze Gruppe von Agrokonzernen beteiligt. Abgesehen davon verfolgen auch kleinere Firmen im südlichen Afrika ähnliche Interessen. Diese Unternehmen finanzieren im zunehmenden Maße Forschungen, die eigentlich neutral sein sollten. Beispielsweise ist die Universität von Wageningen stolz auf ihre vielen Kooperationen mit dem Privatsektor. Aber eben dadurch ist die Neutralität, die Objektivität der Forschung in Frage gestellt. Wenn Unilever, Monsanto oder wer auch immer Forschungen finanziert, ist er nicht an dem interessiert, über was ich heute berichtet habe, und diese Art der Arbeit wird nicht veröffentlicht. Die Universität Wageningen hegt mir gegenüber sehr gemischte Gefühle, weil ich im Grunde genommen ein Abweichler bin.

SB: Welchen der Faktoren der Reisintensivierung, über die Sie heute gesprochen haben, halten Sie für den wichtigsten?
WS: Von der technischen Seite her würde ich sagen, ist es die Menge an Saat, die eingesetzt wird, um die Pflanze anzubauen. Die früheren Empfehlungen in den Niederlanden für Weizen bewegten sich im Rahmen von 180 kg pro Hektar. Mit Reis verhält es sich ähnlich, nur daß er nicht gesät, sondern zunächst aufgezogen werden muß. Wir haben beim SRI und SWI [1] herausgefunden, daß man grundsätzlich höhere Erträge erhält, wenn man nur ein Zehntel der Saatmenge verwendet. ...

→ weiter ... http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/report/umri0101.html
 

"Wirtschaftssystem" hat gesagt…

Das sind die Alternativen zum Kapitalismus
von Rolf Maag - Karl Marx' Gegenmodell zum Kapitalismus ist gescheitert. Es gibt aber auch andere Ideen. ...
20min.ch, 19. Mai 2018